KI trifft selbstorganisiertes Lernen – wie Schüler*innen steuern statt konsumieren

KI ist längst im Klassenzimmer angekommen – aber wie lässt sie sich so einsetzen, dass Schüler*innen dadurch eigenständiger werden, statt einfach Antworten zu konsumieren? Welche Kompetenzen brauchen junge Menschen, um in Zukunft eine KI-geprägte Welt mitzugestalten? Und was braucht es dafür, in der Haltung, im Unterricht, in der Schulkultur?
Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Good-Practice-Workshops mit zwei Expertinnen aus der Praxis: Kristin van der Meer berichtet als Lehrerin aus ihrem Schulalltag; Karin Foidl-Jump ist als Miterfinderin von „SchulKI“ dabei, einer Plattform für den sicheren und pädagogisch fundierten Einsatz von KI in Schule und Unterricht.
Beim diesjährigen KI-Schulpreis erhielt die Neue Grundschule Potsdam den 3. Platz für ihr KI-Gesamtkonzept. Die Lehrerin Kristin van der Meer erlebt täglich, was möglich ist, wenn KI nicht als Hilfsmittel zum Abschreiben gilt, sondern als Werkzeug für Reflexion, Strukturierung und eigene Entscheidungen. Ihre Schüler*innen nutzen KI als Feedback- und Ideengeber – und lernen dabei, Vorschläge zu hinterfragen statt blind zu übernehmen. Für den Workshop bringt Kristin konkrete Beispiele aus ihrem Schulalltag mit: Wie lässt sich KI so einsetzen, dass sie zum individuellen Lernpartner wird und selbstreguliertes Lernen stärkt statt unterläuft?
Karin Foidl-Jump ist Lehrerin und Schulberaterin mit internationaler Unterrichtserfahrung in Österreich, den USA und den Niederlanden und Expertin für innovativen, digital gestützten Unterricht. Sie begleitet Schulen in der Unterrichtsentwicklung sowie beim Aufbau von Medienkompetenz und zeigt in Workshops und Vorträgen, wie KI-gestützte Tools wie SchulKI gewinnbringend im Unterricht eingesetzt werden können, um Lernprozesse zu personalisieren und Lehrkräfte im Alltag zu entlasten. Welche Möglichkeiten bieten EdTechs für Schulen? Wie muss ein Tool gebaut sein, um den sinnvollen Einsatz von KI zu fördern?
Juliane Rau von beWirken moderiert das Gespräch und bringt Fragen mit, die verschiedene Ebenen aufgreifen: von konkreten Werkzeugen und Unterrichtsformaten bis hin zur großen Frage – wie könnte Schule mit KI in zehn Jahren aussehen, wenn wir mutig denken?
Für wen ist dieser Good-Practice-Workshop?
- Praxisbeispiele aus dem Schulalltag: Wie kann man KI im Unterricht sinnvoll einsetzen?
- Konkrete Tools und Formate, die in Schule funktionieren
- Haltungsfragen: Wie gehe ich als Lehrkraft mit KI um – und was bedeutet das für meine Rolle?
- Diskussion und Austausch mit Gleichgesinnten
- Impulse für die Zukunft: Wohin könnte die Reise gehen?
Moderation & Gastgeberin:

Juliane ist Referentin für Pädagogik und Lehrkräftefortbildung bei beWirken. Ihr Weg in den Bildungsbereich begann mit zwei Jahren als „Teach First“-Fellow an einer Berliner Sekundarschule, woran sie ein Quereinstiegs-Referendariat anschloss. Als ausgebildete Lehrerin hat sie mehrere Jahre als Fach- sowie Klassenlehrkraft gearbeitet und setzt diese Erfahrung jetzt in ihrer Arbeit als pädagogische Referentin bei beWirken ein, wo sie sich gemeinsam mit ihren Kolleg*innen für die Veränderung von Schule hin zu einer neuen, offeneren Lernkultur einsetzt. Hier verbindet sie ihre Leidenschaft für bedürfnisgerechtes Lernen, Demokratiebildung und Bildungsgerechtigkeit mit ihrer Expertise in Lernbegleitung, selbstorganisiertem Lernen und Lerncoaching.
Karin Foidl-Jump, Lehrerin, Schulberaterin und Miterfinderin von „Schul-KI“
